A. v. Gleichen-Rußwurm (Urenkel F. v. Schillers): signierte Postkarte aus1915

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Seller: herrfeldt (242) 100%, Location: Krefeld, Ships to: Worldwide, Item: 223267880513 Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Eigenhändig verfasste und voll signierte Postkarte vom „29 Okt. 1915“ auf privater Karte mit vorgedruckter Adresse (Prinzregentenstraße 4 in München) an einen „Herrn Direktor Ernst Schrumpf / Weimar / Lisztstrasse“ (s.u.) vom bekannten Schriftsteller, Kulturphilosophen und – vor allem ;-) - Urenkel von Friedrich Schiller, der selbst ein „schillerndes“ Leben führte … Format ca. 14 x 9 cm; frankiert und mit Poststempel vom 29.10.’5; nur postalische Markierungen/Stempel, sonst bestens erhalten Selten! Bitte beachten Sie auch meine anderen Auktion, in denen Briefe/Autographen von Frank Wedekind, Otto Julius Bierbaum, Ludwig Ganghofer, Maurice Maeterlinck u.a. angeboten werden. Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die Lebensdaten des Absenders (zitiert nach Wikipedia): Alexander von Gleichen-Rußwurm (* 6. November 1865 auf Schloss Greifenstein in Bonnland, Unterfranken; † 25. Oktober 1947 in Baden-Baden), vollständig Heinrich Adalbert Carl Alexander Konrad Schiller, Freiherr von Gleichen, genannt von Rußwurm, war ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Kulturphilosoph. Auch bekannt als „Mäusebaron“, durfte er als Urenkel Friedrich von Schillers ehrenhalber in der weiblichen Nachkommenslinie den Familiennamen Schiller tragen. Jugend Adalbert von Gleichen-Rußwurm wurde am 6. November 1865 auf Schloss Greifenstein im unterfränkischen Bonnland (heute Landkreis Bad Kissingen) geboren. Sein Vater Ludwig von Gleichen-Rußwurm war ein Enkel Friedrich Schillers, und wurde als Maler von impressionistischen Gemälden bekannt. Die Mutter Elisabeth, geborene Baronin von Thienen-Adlerflycht, starb wenige Wochen nach seiner Geburt, so dass er von seiner Großmutter Emilie, der jüngsten Tochter Friedrich Schillers, erzogen und wesentlich geprägt wurde. Diese hatte 1828 den nachmaligen bayerischen Kammerherrn Heinrich Adalbert von Gleichen-Rußwurm geheiratet, der auf Schloss Greifenstein geboren wurde. Dieses Schloss war ein ehemaliges Frauenkloster, das nach der Zerstörung 1525 im Bauernkrieg von Philipp III. von Thüngen 1568 als Renaissance-Schloss wieder aufgebaut worden war und noch im gleichen Jahrhundert in den Besitz der Linie Sachsen-Gotha-Hohenloh der Grafen von Gleichen überging, die es neben Rudolstadt zu ihrem Stammsitz machten. Emilie von Gleichen-Rußwurm hatte auf Schloss Greifenstein ein Museum zum Andenken an ihren berühmten Vater eingerichtet und veröffentlichte dessen Briefwechsel. Alexander von Gleichen-Rußwurm wuchs somit in einem Umfeld auf, das von der steten Erinnerung an seinen Urgroßvater geprägt war. Eine schriftstellerische Laufbahn war damit vorherbestimmt. Militärzeit und Heirat Er besuchte das Casseler Institut und absolvierte die Kriegsschule in Metz. Von 1883 bis 1895 diente Alexander von Gleichen-Rußwurm als Adjutant im Range eines Leutnants für den Großherzog von Hessen-Darmstadt. Nach zwölfjähriger Militärzeit heiratete er 1895 die Baronin Sophie von Thienen-Adlerflycht, eine Nichte seiner Mutter. Mit ihr lebte er vorwiegend auf Schloss Greifenstein und nur während der Wintermonate in München. In dieser Zeit schloss er in diversen literarischen Salons der Großstadt die Bekanntschaft von Schriftstellergrößen wie Heinrich Mann, Friedrich Lienhard u. a. Zahlreiche Reisen führten das Ehepaar durch ganz Europa. Das ab 1891 geführte Gästebuch von Schloss Greifenstein belegt einen regen Verkehr von adeligen Gästen und Schriftstellern wie Johannes Fastenrath, Julius Maria Becker u. a. Geschäftsmann und Mausaffaire Kurz nach dem Ersten Weltkrieg erwarb er das Hotel Krone in Wasserburg am Bodensee und stieg in das florierende Fremdenverkehrsgeschäft ein. Offenbar gelang es ihm aber nicht, entscheidende Gewinne zu erzielen. Zumindest konnte er seine finanziellen Probleme nicht lösen. Psychisch labil, muss ihn sein Bemühen, seinem Urgroßvater Friedrich Schiller literarisch nachzueifern, schwer belastet haben. Im Oktober 1925 kam es zu einem spektakulären Vorfall, der Alexander von Gleichen-Rußwurm auch außerhalb literarischer Kreise als sogenannten „Mäusebaron“ bekannt machte. Er hatte einem Münchener Juwelier eine zwei Meter lange Kette aus 234 Zuchtperlen angekündigt, die dieser umarbeiten sollte. Die Postsendung war entsprechend ihrem Wert von 65.000 Reichsmark mit 1.300 RM versichert worden. Der Juwelier hatte dann aber in dem unversehrt erhaltenen Wertbrief keine Kette, sondern nur eine tote Maus vorgefunden. Baron von Gleichen-Rußwurm zeigte den Vorfall selbst an. Die umfangreichen Untersuchungen zogen sich fast vier Jahre hin, bis im Mai 1929 vor dem Würzburger Schöffengericht (2 Richter, 2 Schöffen, Staatsanwalt, 18 Zeugen, 4 Sachverständige) Anklage gegen von Gleichen-Rußwurm erhoben wurde. Man warf ihm vor, absichtlich statt der Kette eine lebende Maus verpackt zu haben, die sich während des Transports durch die Verpackung nagen und somit eine beschädigte Sendung vortäuschen sollte. Da er in dieser Zeit in schwierigen Vermögensverhältnissen lebte, wollte er sich – so vermutete die Anklage – über diesen Betrug in den Besitz der Versicherungssumme von 65.000 RM bringen. Von Gleichen-Rußwurm wies die Vorwürfe entrüstet zurück, kam aber in seiner Verteidigung immer wieder auf seinen angegriffenen Geisteszustand (Bewusstseinsspaltung, Halluzinationen) zu sprechen. Schließlich räumte er ein, es könne sein, dass er eine in einer identischen Zigarettenkiste zu entsorgende tote Maus irrtümlicherweise in den Wertbrief gepackt und die Kette in den Bach geworfen habe. Freunde versuchten ihn zu unterstützen, erwähnten aber auch seine öfter geäußerten Selbstmordgedanken wegen finanzieller Probleme. Die psychologischen Gutachten der Sachverständigen (drei von ihnen waren zwischenzeitlich verstorben) widersprachen sich. Die einen attestierten einen gestörten Geisteszustand und damit eine Fehlhandlung ohne Absicht. Andere sahen einen abnormen Dämmerzustand und eine „Flucht in die Krankheit nach der Tat“. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, sprach den Angeklagten schuldig und verurteilte ihn in Anbetracht einer pathologisch veranlagten Persönlichkeit, des fortgeschrittenen Alters und einer bis dahin unbescholtenen Lebensführung zu 10.000 RM Geldstrafe. Nach dem Urteil setzte Baron von Gleichen-Rußwurm seine literarische Tätigkeit unvermindert fort. Die Zeit in Baden-Baden Nach Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1935 und der beginnenden Wiederaufrüstung beschlossen die neuen Machthaber 1936, den Truppenübungsplatz Hammelburg zu vergrößern und dafür die beiden südlich angrenzenden Ortschaften Hundsfeld und Bonnland abzusiedeln. Die Bewohner wurden für den Verlust ihrer Grundstücke entschädigt. Auch die Familie von Gleichen-Rußwurm musste 1938 ihren Stammsitz Schloss Greifenstein mit allen Liegenschaften verlassen. Bereits 1880 hatte Alexander zusammen mit seinem Vater Ludwig Heinrich dem Goethe-Archiv in Weimar umfangreiche Hinterlassenschaften seines Urgroßvaters aus der Sammlung des von seiner Großmutter aufgebauten Schiller-Museums auf Schloss Greifenstein gestiftet, so dass das Archiv ab 1889 die Bezeichnung „Goethe- und Schiller-Archiv“ erhielt. 1938 bei der Auflassung des Schlosses Greifenstein gab von Gleichen-Rußwurm alle noch dort verbliebenen Erinnerungsstücke an Friedrich Schiller an das Schiller Nationalmuseum in Marbach am Neckar sowie an das Mainfränkische Museum in Würzburg ab. Das kinderlose Ehepaar zog nach Baden-Baden und bewohnte die oberhalb der Lichtentaler Allee gelegene Villa Menschikow. Das Gästebuch führt wieder prominente Schriftsteller auf, wie Gerhart Hauptmann, Otto Flake und Börries Freiherr von Münchhausen. Als nach Ende des Zweiten Weltkrieges die französische Armee 1945 Gebäude für ihre Zwecke requirierte, kam von Gleichen-Rußwurm in den Genuss einer „Erbvergünstigung“ durch Vorlage des Ehrenbürgerbriefes der Französischen Republik für seinen Urgroßvater. Die einst Friedrich Schiller zuerkannte und von Danton unterzeichnete Ehrenbürgerschaft übertrug sich automatisch auf dessen Nachkommen. Er verbrachte noch zwei Jahre in Baden-Baden, wo er schließlich nahezu vergessen und verarmt am 25. Oktober 1947 starb. General Marie-Pierre Kœnig, der Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen in Deutschland, sprach der Witwe in bewegenden Worten sein Mitgefühl aus. Mit Alexander von Gleichen-Rußwurm erlosch der Stamm Friedrich Schillers. Seine Frau Sophie verstarb fünf Jahre später im Herbst 1952. Persönlichkeit Die aus der Vergangenheit abgeleiteten hohen moralischen Ansprüche, die Alexander von Gleichen-Rußwurm an sich selbst stellte, und die Kenntnis der Maus-Geschichte lassen die Persönlichkeit des Schriftstellers komplex und widersprüchlich erscheinen. Jedenfalls machte ihn sein schöngeistig-aristokratisches Dandytum in literarischen Kreisen zum Gegenstand gezielter Ironie. In dieser Funktion erscheint Gleichen-Rußwurm – namentlich genannt – in Thomas Manns „Doktor Faustus“ gleich dreimal: zuerst als Baron, der kulturgeschichtliche Bücher schrieb; das zweite Mal als Urheber jener Maus-Geschichte und ein drittes Mal, als er bei Adrian Leverkühns Einladung erstmals nach der Affaire wieder in der Öffentlichkeit erscheint. Mann kannte damals den wahren Hintergrund noch nicht. Von Gleichen-Rußwurm diente ihm in seinem Roman als Beispiel für die „moralische Verwirrung der Zeit“ nach dem Ersten Weltkrieg. Werke Von Kindesbeinen an mit dem Gedankengut und den Werken der deutschen Klassik vertraut gemacht und durch seine Großmutter maßgeblich geprägt, war von Gleichen-Rußwurm bestrebt, eigene Werke im gleichen Geiste zu schaffen. Er schuf ein umfangreiches Œuvre, das der Verbreitung des klassischen und idealistisch-humanitären Gedankengutes verpflichtet war. So schrieb er neben Dramen * Freundschaft Eine psychologische Forschungsreise. Julius Hoffmann, Stuttgart 1912 (Auch als Leder-Vorzugsausgabe nummeriert erschienen) * König Mensch Novellen und Lyrik auch umfassend angelegte kulturhistorische Darstellungen wie die sechsbändige * Geschichte der europäischen Geselligkeit (1909 bis 1921) – von „der vornehmen Welt im klassischen Altertum“ bis zu den „Sitten und Gebräuchen der europäischen Welt 1789–1900“ – sowie mit Leo Schidrowitz eine auf 24 Bände angelegte * Kultur- und Sittengeschichte aller Zeiten und Völker (1929 bis 1931). o als Autor darin zum Beispiel: Sittengeschichte des Bades. In: Leo Schidrowitz (Hrsg.): Sittengeschichte des Intimen: Bett - Korsett - Hemd - Hose - Bad - Abtritt. Die Geschichte und Entwicklung der intimen Gebrauchsgegenstände. Wien und Leipzig o. J. (Reihentitel: Sittengeschichte der Kulturwelt und ihrer Entwicklunge in Einzeldarstellungen), S. 219–268. Hinzu kommt eine umfangreiche Folge von Einzeldarstellungen, wie z. B. die * Ästhetik der Krawatte (1936) oder * Die Heilsehnsucht der Jahrhunderte (1937). Viele Werke übertrug er aus dem Französischen und Griechischen. Selbstverständlich fühlte er sich vor allem zum Biographen und Interpreten seines Urgroßvaters berufen. 1914 veröffentlichte er * Schiller – Die Geschichte seines Lebens und zwar nicht als ein Produkt studienhalber erworbenen Wissens, sondern aus der familiären Überlieferung und den Erzählungen der Großmutter. Außerdem schrieb er 1925 die erste umfassende Biographie der * Wilhelmine von Bayreuth. Seine Schriften erlebten in den ersten drei Dekaden des letzten Jahrhunderts zahlreiche Auflagen. Anfänglich noch mit Schwerpunkt auf der Kritik der politischen und sozialen Entwicklung in der Zeit zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik, wurde sein Werk zunehmend von wundergläubigen und betont gefühlsbestimmten Momenten und Inhalten bestimmt. Der mögliche Adressat (zitiert nach Wikipedia): Ernst August Max Schrumpf (* 30. Oktober 1863 in Weimar; † 1941) war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler. Leben und Wirken Schrumpf durchlief das Lehrerseminar seiner Heimatstadt Weimar, verließ es aber recht bald und schlug 1882 eine Bühnenlaufbahn ein. In Weimar beginnend waren folgende Städte weitere Bühnenstationen des Mimen: Dessau, Stuttgart, Königsberg, Zürich, Mainz, Hamburg, Berlin, Prag und schließlich zwölf Jahre lang München, wo er ab 1903 das Münchner Volkstheater leitete. In diesen Jahrzehnten spielte Schrumpf quasi die gesamte Rollenpalette: Vom Striese (aus dem Schwank “Der Raub der Sabinerinnen”) über den Macbeth bis zu König Philipp II. Mit zunehmendem Alter wandte sich Schrumpf von der Bühne ab und widmete sich mit Beginn der 1920er Jahre ganz dem Film. Dort übernahm er jede Art von kleinen Rollen: Mal sah man Schrumpf als einen Dichter, als einen Chefredakteur und schließlich sogar als Patriarchen von Jerusalem. Keiner dieser Filme besaß besondere Bedeutung. Nach 1924 trat Ernst Schrumpf kaum mehr als Filmschauspieler in Erscheinung und musste sich im Tonfilm mit wenigen, bisweilen winzig gewordenen Aufgaben begnügen. Filmografie * 1921: Villa Mephisto * 1921: Die Rattenmühle * 1921: Die rote Fledermaus * 1921: Die sündige Vestalin * 1921: Eine Mörderin * 1922: Im Rausche der Milliarden * 1922: Jägerblut * 1922: Der schwarze Harlekin * 1922: Nathan der Weise * 1923: Die Tragödie einer Liebesnacht * 1923: Um Recht und Liebe * 1923: Gehetzte Frauen * 1924: Die Galgenbraut * 1924: Die Schuld * 1932: Tod über Shanghai * 1933: Die weiße Majestät * 1934: Das Erbe von Pretoria * 1935: Das Stahltier * 1941: Jenny und der Herr im Frack Kombiversand mit anderen Artikeln sehr gerne möglich; das Porto richtet sich dann nach dem Gesamtgewicht und wird gesondert mitgeteilt! Versand im Inland in der Regel 3 bis 4 Werktage nach Zahlungseingang als – unversicherter – Brief für 1 EUR oder als bis 500 EUR versicherter Wertbrief für 6 EUR. Dies ist ein Privatverkauf – das bedeutet: kein Rückgabe-, Umtausch- oder Gewährleistungsrecht o.Ä. Bitte bieten Sie nur, wenn Sie mit dem oben Geschriebenen einverstanden sind. 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